6. internationales Festival für zeitgenössische Orgelmusik

10. bis 15. Oktober 2010

 

 

I d e e

 

Wo, wenn nicht in der Kunst-Station Sankt Peter kann passender ein Festival stattfinden, das sich ganz der zeitgenössischen Orgelmusik widmet? Der Sakralraum und die berühmte Orgelanalage von Sankt Peter ergänzen sich auf kongeniale Weise und so entstand im Jahr 2005 gleichsam als logische Konsequenz das Festival orgel-mixturen.

 

Der Kirchenraum ist geprägt von seiner Ästhetik der Leere. Der Mensch, der ihn betritt, soll ungeachtet seiner geistigen Verankerung hier seinen Raum erleben, frei sein können. Chor- und Hauptorgel gehören zu den wenigen hervorgehobenen Elementen im sonst befreiend einfachen und klaren Innenraum. In ihrer großen und reinen geometrischen Gestalt werden sie zum gleichwertigen Teil der Architektur. Hier drückt sich die Sehnsucht nach Zeitlosigkeit und Archetypischem aus, die sich keiner Mode unterwerfen, sondern die Begrenztheit tradierter Formvorstellungen zu überwinden sucht.

 

Der Organist, der in hohem Maße an örtliche Gegebenheiten gebunden ist, findet hier sowohl einen außergewöhnlichen Raum als auch ein außergewöhnliches Instrument, das, so die Zeitschrift International Society of Organbuilders, „von einem Visionär entworfen wurde, der keiner Schule angehört und der dazu berufen ist, den Komponisten neue Horizonte aufzutun.“ Der Visionär, von dem hier die Rede ist, geht gegen jeden konventionellen orgelbaulichen Trend: Der Organist und Komponist Peter Bares (*1936) gilt als Vater der ungewöhnlichen Instrumente von Sankt Peter.

 

Die orgel-mixturen fanden 2005 zunächst in kleinem Rahmen als reines Konzertfestival statt. Seitdem präsentiert das Festival jedes Jahr im Herbst namhafte Organisten mit zeitgenössischer Orgelmusik. Seit 2007 bietet die Veranstaltung neben den Konzerten auch Kurse an. Schwerpunkte bilden die Bereiche Orgelimprovisation und Orgelliteraturspiel.

 

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