
6. internationales Festival für zeitgenössische Orgelmusik
10. bis 15. Oktober 2010
M i t w i r k e n d e
Dominik Susteck (* 1977) wurde 2007 als Nachfolger von Peter Bares Organist und Komponist an der Kunst-Station Sankt Peter in Köln. Angeregt wurde er vor allem durch sein Kompositionsstudium bei Nicolaus A. Huber und die Teilnahme an Orgelseminaren bei Gerd Zacher. Nach dem Studium in Schulmusik, Kirchenmusik, Komposition, Musiktheorie und Konzertexamen Orgel an der Folkwang-Hochschule-Essen sowie an den Musikhochschulen in Köln und Saarbrücken sammelte er Erfahrungen als Komponist und Interpret. Er unterrichtete an der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen und der Folkwang-Hochschule-Essen und wurde mit einigen internationalen Preisen ausgezeichnet (Äolian-Trio Composition Competition 2004, Internationaler Orgelwettbewerb Mülheim-Saarn 2004, Internationaler Kompositionswettbewerb Hanau 2008). Als Studienrat unterrichtet er zudem seit 2008 am Paul-Klee-Gymnasium in Overath. Er entwickelt ein eigenes künstlerisches Profil, das fernab aller kirchenmusikalischen Kompromisse in Authentizität und Aktualität existentielle Fragen beleuchten möchte. Im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation, eigener Musik und Interpretation Neuer Musik, künstlerischer Berufung und Musikvermittlung findet er seinen künstlerischen Raum. 2008 erfolgen Rundfunkproduktionen und Mitschnitte mit dem WDR, dem Deutschlandfunk und dem Saarländischen Rundfunk.
[www.dominiksusteck.de]
Thomas Noll (*1962), Musikstudium in Freiburg/Br., lebt als frei schaffender Musiker in Berlin (von 1995-2007 Musiker an der Sophienkirche in Berlin-Mitte; künstlerischer Leiter mehrerer Chorprojekte; vielfältige Konzerte, Zyklen, Performances als Organist, Pianist und Dirigent; Kurator zahlreicher Veranstaltungen). Seit den orgel-mixturen 2005 engagiert er sich für die Orgeln in Sankt Peter in Konzerten und als Mitglied des Orgelbeirats. Sein Interesse gilt der Vermittlung zeitgenössischer Musik, gesellschaftlich relevanten Fragestellungen und ihren Umsetzungen, ästhetischen Konzeptionen, interdisziplinären Projekte und der Verbindung Körper – Kunst – Spiritualität.

Zsigmond Szathmáry (*1939) wurde in Ungarn geboren. Er erhielt seine musikalische Ausbildung in Komposition (bei Ferenc Szabó) und Orgel (bei Ferenc Gergely) an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. Weiterführende Studien führten ihn nach Wien, Frankfurt (bei Helmut Walcha), Köln (bei Stockhausen) und Darmstadt (bei Ligeti). 1960 gewann er den ersten Preis beim Orgelwettbewerb in Budapest. 1972 erhielt er das Bach-Preis-Stipendium der Freien Hansestadt Hamburg. Als Organist wirkte er in Hamburg und am Dom von Bremen. Von 1978 bis zu seiner Emeritierung hatte er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg inne. Szathmáry, der Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg ist, gab zahlreiche Gastkurse an Musikhochschulen und Universitäten in Europa, USA, Mexiko, Japan und Korea. Er ist Dozent in der Sommerakademie für Organisten in Haarlem (Holland) und unterrichtet in den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. 1987 hat ihm das Nationale Franz-Liszt-Gedenkkomitee des ungarischen Staates die Franz-Liszt- Plakette verliehen. Als Organist und Dirigent unternahm er ausgedehnte Konzertreisen in den wichtigen Musikzentren der Welt und spielte zahlreiche Schallplatten und CDs ein (Sony, Harmonia Mundi, Wergo, Signum, ARE, RCA, BMG, BIS, Hungaroton). Seine Werke für Orchester, Kammerensembles und Soloinstrumente sind vor allem bei den Musikverlagen Bärenreiter und Moeck erschienen.
|