{"id":10569,"date":"2020-05-02T10:20:54","date_gmt":"2020-05-02T10:20:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sankt-peter-koeln.de\/wp\/?page_id=10569"},"modified":"2020-07-04T13:45:10","modified_gmt":"2020-07-04T13:45:10","slug":"simon-morley-ex-libris","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sankt-peter-koeln.de\/wp\/kunst-station\/kunst-archiv\/simon-morley-ex-libris\/","title":{"rendered":"Simon Morley \u2014 EX LIBRIS"},"content":{"rendered":"<p><strong>Simon Morley \u2014 EX LIBRIS<\/strong> 21. Mai bis 28. Juni 2020<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u00bbWas man als erstes sieht, wenn man eines meiner Buchbilder betrachtet, scheint ein monochromes Rechteck zu sein. Ich nehme diese \u00c4nderung im Verh\u00e4ltnis zwischen Figur und Malgrund vor, um den Prozess der visuellen Entschl\u00fcsselung komplizierter zu gestalten. Zun\u00e4chst sieht man einfach nur eine Farbe, aber wenn man dann n\u00e4her herantritt, kommt der Text eines Buchdeckels oder einer Titelseite zum Vorschein. Die Dinge beginnen sich zu verkomplizieren. Pl\u00f6tzlich wird die Pr\u00e4senz und die Sinnlichkeit der Farbe von einer komplexen Geschichte \u00fcberschattet.\u00ab<\/em><br \/>\nSimon Morley<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DAS GEMALTE WORT<\/strong>Das Werk des englischen K\u00fcnstlers und Kunstschriftstellers Simon Morley lebt in einem Spannungsverh\u00e4ltnis, das die Kunst seit Beginn der Moderne bestimmt. Hier stehen Wort und Farbe im Gegensatz. Sie begegnen einander und relativieren sich gleichzeitig. Das Wort, das sich in linearen Zeichen ausdr\u00fcckt, versucht die frei flie\u00dfenden Farben in ihrer Bedeutung klar zu identifizieren. Im Gegenzug bezweifelt die Farbe die bestimmende Dominanz des Schriftzeichens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dem Unbestimmten und Unbestimmbaren sollen Bewegungen zur Seite gesetzt werden, innerhalb derer sich Bedeutungen assoziieren. Morley untersucht dieses Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Wort und Bild, zwischen Schreiben und Zeichnen als dialektische Pole, die sich abwechselnd gegenseitig herausfordern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die in dieser Ausstellung gezeigten Werke rekurrieren auf ausgew\u00e4hlte B\u00fccher der Bibliothek der vom Jesuitenorden getragenen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Die ausgew\u00e4hlten Buchtitel stammen aus der Feder von Jesuiten und stehen exemplarisch f\u00fcr geistige und geistliche Positionen, die historisch und international einflussreich waren und sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>SIMON MORLEY<\/strong> Die Arbeiten des 1958 in Eastbourne (England) geborenen Simon Morley wurden international ausgestellt, etwa im Mus\u00e9e des Beaux Arts in Dijon, bei den Posnan Mediations Biennial in Posen, im Seoul Museum of Art oder in der Tate Britain in London. Der Maler ist auch als Kunsttheoretiker t\u00e4tig. Seine j\u00fcngsten Publikationen sind T<em>he Simple Truth. The Monochrome in Modern Art<\/em> (2020) und <em>Seven Keys to Modern Art<\/em> (2019).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach l\u00e4ngeren Aufenthalten in Italien, Frankreich und den USA lebte er zun\u00e4chst in London und dann in Zentralfrankreich. Seit 2010 arbeitet er als Kunsthistoriker und K\u00fcnstler in Korea, wo er eine Assistenzprofessur an der Dankook University im Bereich Bildende Kunst innehat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-10583\" src=\"https:\/\/www.sankt-peter-koeln.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/K_Morley-2020-Plakat-2-web.jpg\" alt=\"\" width=\"530\" height=\"750\" srcset=\"https:\/\/www.sankt-peter-koeln.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/K_Morley-2020-Plakat-2-web.jpg 530w, https:\/\/www.sankt-peter-koeln.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/K_Morley-2020-Plakat-2-web-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zur Er\u00f6ffnung der Ausstellung<br \/>\nim Turmraum der Kunst-Station Sankt Peter<br \/>\nam Himmelfahrtstag, 21. Mai 2020 \/\/ 13.15 Uhr<br \/>\nladen wir herzlich ein.<\/strong><br \/>\n. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Werkgespr\u00e4che<\/strong> So, 31. Mai 2020 \/\/ 13.15 Uhr<br \/>\nmit P. Friedhelm Mennekes<\/p>\n<p>So, 14. Juni 2020 \/\/ 13.15 Uhr<br \/>\nmit P. Stephan Kessler<\/p>\n<p>So, 28. Juni 2020 \/\/ 13.15 Uhr<br \/>\nmit Guido Schlimbach<br \/>\n. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>TURM RAUM KUNST<\/strong> Unter dem Titel \u00bbTURM RAUM KUNST\u00ab zeigt die Kunst-Station Sankt Peter K\u00f6ln parallel zu den Rauminterventionen von K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern im Kirchenraum im romanischen Turm eine Reihe von Kabinettausstellungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sparten\u00fcbergreifend sind hier kleinere monographische oder thematische Ausstellungen zu sehen, die sich auf Sankt Peter beziehen oder deren Werke sich mit den hier angesto\u00dfenen Themen und Fragestellungen besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation der Bilder von Simon Morley ist die f\u00fcnfte Ausstellung in dieser Reihe und findet in Zusammenarbeit mit der Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main statt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit freundlicher Unterst\u00fctzung der K\u00f6lner Rubens-Gesellschaft,<br \/>\nin Zusammenarbeit mit der Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Simon Morley \u2014 EX LIBRIS 21. 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