DUST 24.074 — Matthias Surges

DUST 24.074 — Matthias SurgesVerhüllung in der Fastenzeit
Aschermittwoch bis Ostern 2026
 

In der Kunst-Station Sankt Peter werden während der vorösterlichen Bußzeit konsequent alle bildlichen Darstellungen mit weißen Nesseltüchern verhängt. 40 Tage lang sind die großen Kunstwerke den Blicken entzogen und der Kirchenraum erhält so eine neue skulpturale Dimension offener Leere. Das konsequente „Bilderfasten“ ist ein Impuls, Bilder nicht absolut, sondern kritisch zu betrachten. Die Verhüllung eröffnet einen Blick für das Wesentliche, für das Geheimnis, das sich hinter den Bildern verbirgt. Denn, wie der Künstler Georg Baselitz sagt, sehen wir die Bilder, die wir jeden Tag sehen, nicht mehr. Die temporäre Unsichtbarkeit lässt uns neu sehen.
 

DUST 24.074 / Heaven 33.056 — Matthias SurgesIn der Österlichen Bußzeit 2026 wird der Verhüllung aller Bildwerke eine Arbeit des Kölner Künstlers Matthias Surges hinzugefügt, „DUST 24.074“. Sie ist Teil eines zeitversetzt gezeigten Diptychons und vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag zu sehen. In der Osteroktav schließt sich „Heaven 33.056“ an.
 

Die Titel der jeweils 15 Meter hohen Banner bezeichnen den Mischwert des Grau- und des Blautons, wie man ihn im Baumarkt als Wandfarbe anmischen lassen kann. Der Grauton des Banners „DUST 24.074” nimmt den Farbton des Betonbodens der Kunst-Station Sankt Peter auf und erweitert diesen von der horizontalen in eine vertikale Ausrichtung. Zugleich verweist der Name „Dust“ auf die Asche, die in der liturgischen Zeichenhandlung des Aschenkreuzes mit dem dramatischen Zuspruch „Bedenke, o Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ aufgelegt wird.
 

„DUST 24.074“ ist eine künstlerische Einladung zur Selbstreflexion, sich der Endlichkeit und Sterblichkeit zu stellen und darin vielleicht österlich zu erahnen, dass der Himmel aufgeht: „In my end is my beginning.“ (T.S. Eliot, East Coker). Für den Künstler steht die Ziffer für die Möglichkeit des Menschen, sich dieses Narrativ zu erschaffen, anstatt die Dinge als gegeben hinzunehmen und sich mit der Ungewissheit auseinanderzusetzen.

 
Kuratiert von Guido Schlimbach
 
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Matthias SurgesDer Kölner Künstler Matthias Surges wurde 1959 in Kirchweiler/Eifel geboren und hat von 1984-92 an der FH Kunst und Design in Köln bei Jörg Immendorff und Prof. Stefan Wewerka studiert.
www.matthias-surges.de
 
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KunstgesprächeSonntag, 1. März 2026, 13.15 Uhr
mit Matthias Surges und Guido Schlimbach
 
Freitag, 6. März 2026, 21.30 Uhr
Lange Nacht der Kirchen
mit P. Stephan Kessler
 
 
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Gefördert vonKölner Rubensgesellschaft