Walid Raad – I long to meet the masses once again

Aufgrund der von der Landesregierung NRW am 29. Oktober beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus muss die Eröffnung der Ausstellung am 17. November entfallen. Die Ausstellung ist ab Ende November zu sehen. Das Begleitprogramm startet im Dezember.

 

Walid Raad – I long to meet the masses once again
18. November 2020 – 7. Februar 2021

 

Für seine Einzelausstellung I long to meet the masses once again hat Walid Raad eine ortsspezifische Installation für die Kunst-Station Sankt Peter konzipiert. Im Angesicht der weltweiten Pandemie und der nach wie vor geltenden Reise- und Kontaktbeschränkungen erscheint dieser bereits Anfang des Jahres abgestimmte Titel fast wie die prophetische Formulierung eines Wunsches, der nun bei vielen allgegenwärtig geworden ist.

 

Die Installation besteht aus zwei monumentalen, freistehenden Skulpturen, die aus Kunsttransportkisten zusammengesetzt sind, und ihrer begleitenden Erzählung. Sie werden im spätgotischen Kirchenraum von Sankt Peter mit einer neuen Arbeit Walid Raads gezeigt, mit der der Künstler dem Aufruf der neuen Ausstellungsreihe „Replace Rubens“ gefolgt ist.

 

Walid Raads zentrale konzeptuelle Kategorien sind Gewalt, Imagination, Geschichte (bzw. Geschichtssschreibung) und Fotografie. Seine Werke beschäftigen sich immer mit Kontinuum und Bruch individueller und kollektiver Erinnerung; ebenso wie mit den Auswirkungen von Gewalt auf Geist, Körper, Tradition und Kunst; dem materiellen und immateriellen Austausch zwischen Orient und Okzident und der Geschichte der arabischen, islamischen und zeitgenössischen Kunst. Auch in den Arbeiten in der Kunst-Station Sankt Peter Köln sind dies die Grundlagen einer umfassenden Erzählung, die der Künstler eng mit dem spezifischen Ort verwebt.

 

Angesichts der gegenwärtigen, oftmals erstickend wirkenden und polarisierenden politischen Strömungen und vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie kann Walid Raads Intervention in Sankt Peter als Aufforderung gelesen werden, jenseits von scheinbar eindeutigen Gegensätzen und vermeintlichen Gewissheiten zu blicken – hinter, neben, um und durch sie hindurch. I long to meet the masses once again ist ein starkes Plädoyer, die seit jeher existierenden verbindenden Formen und Konzepte zwischen Ost und West, Nord und Süd, Weiß und Schwarz, Christen und Muslimen, Menschen und Tieren, Gesunden und Kranken, Lebenden und Toten, genauer zu betrachten, zu befragen und zu überdenken.

 

Kuratiert von Friederike Schuler

 

Der Künstler

Walid Raad (geb. 1967, Chbanieh im Libanon) lebt und arbeitet in Medusa, NY, USA.
1996 University of Rochester, Ph.D. in Cultural and Visual Studies, Rochester, NY, USA.
Seit 2002 Professur an The Cooper Union, The School of Art, New York, NY, USA.

 

Zu Walid Raads Werk gehört The Atlas Group (1989–2004), ein Projekt über die zeitgenössische Geschichte des Libanon; außerdem die andauernden Projekte Scratching on Things I Could Disavow (2007–heute) und Sweet Talk: Commissions (Beirut) (1987–heute).

 

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Eröffnung und Pressegespräch

 

Voraussichtlich Anfang Dezember – genaue Termine werden noch bekannt gegeben

 

Begleitprogramm

 

Fr 4.12.2020, 18 Uhr
Scratching on things I could disavow. Walid Raads künstlerische und politisch-kritische Praxis
Vortrag Johan Holten, Direktor der Kunsthalle Mannheim

 

So 6.12.2020, 13.15 Uhr
Werkgespräch zu Walid Raad mit Friederike Schuler

 

So 10.01.2021 13.15 Uhr
Werkgespräch zu Walid Raad mit Guido Schlimbach

 

So 31.01.2021, 13.15 Uhr
Werkgespräch zu Walid Raad mit Pater Stephan Ch. Kessler SJ

 

So 07.02.2021, 13.15 Uhr
Finnissage und Katalogpräsentation mit Friederike Schuler

 

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Großzügig unterstützt von:

 

 

 

 

 

 

 

Kölner Rubens-Gesellschaft e.V.

 

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Walid Raad. I long to meet the masses once again
Kunst-Station Sankt Peter Köln 2020/21

 

Foto: Christopher Clem Franken
Copyright: Walid Raad
Courtesy of the artist & Sfeir-Semler Gallery, Beirut/Hamburg
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I long to meet the masses, 2017
© Walid Raad